Urteil in tödlichem Herrentagsstreit

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© Global Fish
31.01.2012

Fast acht Monate nach dem Herrentagsstreit in Warnemünde wird am Dienstag das Urteil über den 25-jährigen erwartet, welcher einen Familienvater aufgrund einer Lappalie in Trunkenheit zu Tode schlug.

Vier Jahre und acht Monate Haft: So lautet die Forderung des Staatsanwaltes hinsichtlich des Strafmaßes, welches dem 25-jährigen Angeklagten zuteil werden soll. Am Himmelfahrtstag 2011 hatte dieser im Rahmen eines Streits zweier Herrentagsgruppen in Warnemünde einen 44-jährigen Mann derart schwer geschlagen, dass dieser kurz darauf auf dem Weg ins Krankenhaus infolge einer Verletzung der Halsschlagader und Hirnblutungen starb (der Spion berichtete).

Wie der Nordkurier berichtet, wird nun wird am Dienstag um 13 Uhr im Landgericht Rostock das Urteil gegen den Angeklagten erwartet. Dieser hatte eingestanden, die Tat angetrunken begangen zu haben; unklar blieb indes die Streitursache, hinter welcher jedoch vorwiegend das Aussehen der Bollerwagen vermutet wird.

"Alkohol, Spontaneität, Unzulänglichkeit"

Entgegen der Staatsanwaltschaft, nach welcher sich der Angeklagte zweifelsohne der Körperverletzung mit Todesfolge und Beteiligung an einer Schlägerei schuldig gemacht habe, beantragten dessen Verteidiger eine Strafe von drei Jahren und acht Monaten Haft. Der 25-jährige sei in die Schlägerei hineingezogen worden; darüber hinaus sei die Tat von Alkohol, Spontaneität und Unzulänglichkeit geprägt gewesen. Die mögliche Mitgliedschaft des Täters in einer Kampfsportgruppe, welche profundes Wissen um die tödliche Wirkung seiner Schläge impliziert hätte, konnte dem Nordkurier zufolge nicht nachgewiesen werden. Der Angeklagte werde zudem laut seiner Anwälte noch lange Zeit an der Tat zu tragen haben; mit erheblichen finanziellen Forderungen der Familie des Opfers müsse er ebenso rechnen.

Tatsächlich schlug die Witwe des Opfers die Entschädigungszahlungen, welcher der Angeklagte ihr zu Beginn des Prozesses anbot, zunächst aus. Indes entschuldigte sich der Täter in seinem Schlusswort erneut bei den Angehörigen
des 44-jährigen, von ihm tödlich verletzten Familienvaters.

(nm)
19
Kommentare insgesamt

Steffen O.
31.01.2012 14:49
Gast
Wo bleiben diejenigen Leute, die die Todesstrafe für "solches Pack" fordern?!

Nie sind die zur Stelle wenn man sie braucht

The Transporter
31.01.2012 17:05
reg. Mitglied
wie wäre es,wenn der staat jetzt auch mal entschädigungszahlung an die hinterbliebenen tätigt.........so wie die hinterbliebenen der naziopfer welche auch geld vom staat bekommen?

Steffen O.
31.01.2012 17:55
Gast
das wäre eine möglichkeit, allerdings hat hier der Staat ja mit der Tat an sich nichts zu tun.
Du könntest ihm zwar mangelnde Prävention vorwerfen (schliesslich könnte er Alkohol verbieten, überall Kameras aufstellen, jeden bespitzeln der "gefährlich" aussieht), aber damit kommt man nicht durch
Von daher macht das keinen Sinn hier Hinterbliebenenentschädigung durch den Staat zu fordern. Das kann nur der Täter leisten, evtl noch eine entsprechende Versicherung. Ich denke aber der Tod des Angehörigen wiegt schwerer als jede Entschuldigung es ausgleichen kann.

Toby G.
31.01.2012 22:16
Gast
Wo bleiben diejenigen Leute, die die Todesstrafe für "solches Pack" fordern?!

Die kommen, wenn die Tat irgendwas mit SEX zutun hatte
Frust verbindet und einigt... Die Macht sei mit dir !

Toby G.
31.01.2012 22:17
Gast
Ich meine natürlich " Die dunkle Macht sei mit dir ! "

The Transporter
31.01.2012 22:43
reg. Mitglied
natürlich kann man daß vom staat fordern.....die mirganten (hinterbliebenen der naziopfer) bekommen doch auch geld vom staat...

und hier is ne familie ohne vater,wo is also daß problem???

Sebastian O.
01.02.2012 04:07
reg. Mitglied
Ist doch viel einfacher zu lösen! Einfach den Typen genauso vermöbeln ( am besten von der Frau), und gut iss

Armine
01.02.2012 11:54
Gast
Wenn der Staat für jede Kneipenschlägerei bezahlen müsste...


The Transporter
01.02.2012 13:36
reg. Mitglied
die mutwillige tötung konnte nicht nachgewiesen werden,aber der staat bringt den leuten doch bei effektiv zu töten (in der bundeswehr),von daher weis jeder wie man einen gegner mit einem gezielten schlag tötet....
von daher wäre diese möglichkeit der entschädigung in diesem speziellem fall gerechtfertigt!!!
andere bekommen diese ja auch.....!!!

Armine
01.02.2012 13:49
Gast
Es handelt sich nach Ansicht der Richter um einen gezielten Racheakt.
Der Streit war eigentlich beendet als der Täter unerwartet noch einmal von hinten angriff. Er hatte im übrigen Kampftechniken erlernt, von deren Wirkung er wissen musste...

Den Hinterbliebenen, die zunächst, wie im Artikel oben beschrieben, die finanzielle Entschädigung durch den Täter ablehnten, quasi als Ersatz eine staatliche Entschädigung zu leisten, ist schlicht absurd...
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